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1. Unterrichtsentwurf in Lernbehindertenpädagogik

1. schriftliche Unterrichtsplanung für Lernbehindertenpädagogik

1.1 formale Angaben

Name:                                    Maren Langel

Adresse:

Schule:


Datum:                                   25.05.2004

Zeit:                                        8.15 – 9.00 Uhr

Klasse:                                  3a (4 Mädchen, 6 Jungen)

Ausbildungslehrerin:

Fachleiterin:

Trägerfach:                           Sachunterricht

1.2 Thema der Stunde „Wir entscheiden gemeinsam!“

1.3 Ziel der Stunde

Die Schüler sollen in Partnergruppen arbeiten, eine neue Regel zur Partnerarbeit befolgen und in ihr Repertoire aufnehmen.

1.3.1 Zielorientierte Handlungsschritte

Die Schüler sollen das Ziel der das Ziel der Stunde erreichen,  indem sie
während der Einstiegsphase

  • im Stuhlkreis beobachten, wie LAA und ein Schüler gemeinsam eine Uhr erfühlen, den passenden Begriff und die dazugehörende Beschreibung zuordnen

während der Erarbeitungsphase

  • anhand der Tätigkeit das Stundenthema und die Arbeitsform Partnerarbeit erkennen
  • die Regel („Wir entscheiden gemeinsam“) wiederholen

während der Durchführungsphase

  • bei der Bearbeitung ihrer Aufgabe in besonderem Maße die Regel versuchen einzuhalten

während der Reflexion

  • über die Einhaltung der Regel bei sich selbst und bei ihrem Partner reflektieren

1.3.2 Zieldifferenzierung


Eine Zieldifferenzierung bzgl. Partnerarbeit findet nicht statt, da die Schüler zum ersten Mal in dieser Arbeitsform zusammenarbeiten. Deshalb habe ich auch eine offene Gruppeneinteilung gewählt, da die Schüler dieser Klasse noch sehr abhängig sind von momentanen Stimmungen und Ereignissen. 
Eine Differenzierung findet in der Quantität der Aufgaben statt.

1.4 Thema der Reihe

„Wir arbeiten gemeinsam in Partnerarbeit“

1.5 Zielschwerpunkt im Förderbereich

Soziabilität
- Förderung der Kooperation
- Kooperatives Handeln
- Förderung der Fähigkeit zur Partnerarbeit
- Regel zur Partnerarbeit einhalten

  • Wir entscheiden gemeinsam


Die Schüler sollen lernen, in Partnerarbeit zu arbeiten, indem sie die erarbeitete Regel einhalten und bei der Partnerarbeit in besonderem Maße beachten.

1.6      Aufbau der Reihe

 

Thema

Ziel im Förderbereich

Fachliches Ziel

1. Unterrichts-einheit

Jahresuhr

Die Schüler sollen in ihrer Kooperationsfähigkeit gefördert werden und erfahren, dass die Arbeit zu zweit vorteilhaft ist.

Die Schüler sollen die Monate wiederholen und ihnen passende Ereignisse zuordnen können.

2. Unterrichts-einheit

Bauernhof

Die Schüler sollen bei der Bearbeitung ihrer Aufgaben gemeinsam entscheiden und in ihren kooperativen Kompetenzen gestärkt werden.

Die Schüler sollen erkennen, dass Wörter aus Silben aufgebaut werden.

3. Unterrichts-einheit

Zehnerüber-schreitung

Die Schüler sollen die neue Regel „( Wir entscheiden gemeinsam“) versuchen umzusetzen.

Die Schüler sollen eine Summe zweier Einermengen dahingehend beurteilen, ob sie kleiner, gleich oder größer als zehn ist.

4. Unterrichts-einheit

Frühlingslied

Die Schüler sollen gemeinsam entscheiden und so die Regel einhalten.

Die Schüler sollen Rhythmus erkennen und ihn mit verschiedenen Instrumenten nachspielen.

5. Unterrichts-einheit

verschiedene Uhrtypen

Die Schüler sollen in ihrer Kooperationsfähigkeit gefördert werden und die eingeführte Regel zur Partnerarbeit (= Wir entscheiden gemeinsam) bei der Lösung ihrer Aufgabe beachten und als sinnvoll erfahren.

Die Schüler sollen die verschiedenen Uhren kennen und benennen können.


1.7 Darstellung der Lernausgangslage bezogen auf das Ziel der Stunde bzw. den Zielschwerpunkt

 

A.

D.

D.

F.

J.

M.

M.

R.

S.

V.

zielschwerpunktbezogene Lernvoraussetzungen

Akzeptieren des Partners

++

+

++    ~

+++

+++

++

++

++

+

+++

Regelverständnis

++

+    ~

+++   ~

++

+++

++

++

++

+

++

Eigene Interessen an der konkreten Aufgabe äußern

+

+++   ~

+++

+

+

+++

+

+++

++

+++

Interessen des Partners anhören

+++

++

+++

++

+++

+++

+++

++

+

+++

Gemeinsam entscheiden

++

+

++

+

++

++

++

+

+

++

Hilfe geben

-

-

+++

+++

+++

+

+

+

++

+++

Hilfe annehmen

+++

+

++

+++

+++

++

++

+

+

++

Arbeit gemeinsam durchführen

+

++   ~

+++   ~

+++

+++

+++   ~

+++

+++

++

+++

Arbeit gemeinsam beenden

+

+

++

+++

+++

+

+++

++

+

+++

fachliche Lernvoraussetzungen

Verantwortung für gemeinsame Arbeit übernehmen

+

+

+

++

++

+

+

+

+

++

Sinnentnehmendes Lesen

+

+++

+++

-

+

++

++

+++

-

+++

Eigene Arbeiten reflektieren

+

+

++

-

+

+

+

++

-

++

Sprachkompetenz

+

+++

+++

-

+

+++

+

+++

++

+++

Fähigkeit zur Selbstkontrolle

-

++

+

++

+

++   ~

++

++

++

++

allgemeine Lernvoraussetzungen

Realistische Selbsteinschätzung

+

++

+++

+

++

+++

++

++

-

++

Angemessenes Sozialverhalten

+

+

++    ~

+++

+++

++   ~

+

++

++   ~

+++

Frustrationstoleranz

+

-

+

++

++

+

++

+

++

++

Produktives Arbeitsverhalten

+

+

++   ~

+++

+++

++   ~

++

++

+

++

Erläuterungen:
+++  = Fähigkeit vorhanden                                              
++    = Fähigkeit teilweise vorhanden                                          
+      = Fähigkeit kaum vorhanden
-       = Fähigkeit nicht vorhanden
~      = abhängig von Tagesform


Die Klasse 3a setzt sich aus 4 Mädchen und 6 Jungen zusammen. Das Lern- und Arbeitsverhalten der Klasse ist insgesamt zufrieden stellend. Alle Schüler arbeiten in der Regel motiviert und interessiert am jeweiligen Thema. An die Methoden der Partnerarbeit wurden die Schüler bisher nicht herangeführt. An offene Unterrichtsformen sind sie ebenfalls nicht gewöhnt.
D. fühlt sich immer persönlich angegriffen. Selbst bei Kleinigkeiten ist er ihn zu beruhigen. Seinen Partner kann er nicht immer akzeptieren.
D. verweigert sehr häufig die Arbeit, wenn er sich anstrengen muss bzw. wenn ihm sein Partner nicht passt.
S. ruft häufig in die Klasse, um Bestätigung durch den Lehrer zu bekommen.
Er akzeptiert keinen Partner. Er hat absolut kein Leseverständnis.
F. hat einen sehr eingeschränkten Wortschatz und dementsprechend kein Sprachverständnis.
A. akzeptiert zwar meistens seine Partner, jedoch ruht er sich gerne bei der Arbeit aus und lässt den Partner arbeiten.

1.8 Verlaufsplanung

Phase / Zeit

Unterrichtsaktivitäten

Sozial-/Organisationsformen

Didakt.-method. Kommentar

Medien

Einstieg
ca. 5 min

LAA und ein Schüler erfühlen eine Uhr und suchen passendes Uhrbild
Schüler erkennen Thema und Arbeitsform

Teppichfliesenkreis
gelenktes Unterrichtsgespräch

Einstimmung in das Thema
Motivation über Stundenthematik

Uhr
Tuch

Erarbeitung
ca. 10 min

Schüler sollen Regel erkennen
LAA stellt Verlauf der Stunde vor 
Einteilung in zufällige Partnergruppen

 

 

Stuhlkreis
gelenktes Unterrichtsgespräch

Zieltransparenz
Veranschaulichung und Klärung der Arbeitsabläufe
zur Differenzierung werden unterschiedlich viele Arbeitsblätter angeboten

Plakat mit Partnerregel
Bild
Begriff
Beschreibung der Uhr

Durchführung
ca. 20min

Schüler arbeiten zu zweit an ihrer Aufgabe

  1. Uhr erfühlen
  2. Bild zuordnen
  3. Begriff zuordnen
  4. Text zuordnen
  5. Plakat erstellen

Schüler arbeiten in Partnerarbeit an ihren Plätzen
holen sich selbstständig Arbeitsmaterial

Umsetzung der Regel durch Schüler
ggf. Hinweise der LAA auf die Umsetzung der Regel

Bild
Begriff
Beschreibung der Uhr
Plakat
Klebstoff

Reflexion
ca. 10 min

Schüler reflektieren über ihre Arbeit und die Regel

 

Teppichfliesenkreis
Unterrichtsgespräch

Reflexion über Einhaltung der Regel
Kurze Würdigung der Ergebnisse
Abschluss der Stunde

Plakate

1.9      Quellen- bzw. Literaturangabe / Anlage

  • Jansen, Frauke: Die Zeit- und Uhren- Werkstatt: Verlag an der Ruhr 1999
  • Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW: Richtlinien für die Schule für Lernbehinderte in NRW, unveränderter Nachdruck. Düsseldorf: Ritterbach 2000

 

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