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1. Unterrichtsentwurf im Hauptseminar

1. schriftliche Unterrichtsplanung für Hauptseminar

 1.1      formale Angaben

Name:                                    Maren Langel

Adresse:                              

Schule:                                
           
Datum:                                   12.07.2004

Zeit:                                        8.15 – 9.00 Uhr

Klasse:                                  3a (4 Mädchen, 6 Jungen)

Ausbildungslehrerin:        

Fachleiterin:                       

Trägerfach:                           Motopädie

1.2 Thema der Stunde:           „Wir helfen uns gegenseitig!“    

1.3 Ziel der Stunde:

Die Schüler sollen in ihrer Kooperationsfähigkeit gefördert werden und die eingeführte Regel zur Partnerarbeit (= Hilfe geben, Hilfe annehmen) bei der Lösung ihrer Aufgabe beachten und als sinnvoll erfahren, indem sie Vertrauen zu ihrem Partner fassen bzw. Verantwortung für ihn übernehmen, je nachdem welche Aufgabe sie ausführen.

1.3.1 Zielorientierte Handlungsschritte:

Die Schüler sollen das Ziel der Stunde erreichen,  indem sie
während der Einstiegsphase

  • den Parcours betrachten und die fünf Bänder, die vor ihnen liegen
  • Motivation erlangen

während der Erarbeitungsphase

  • die Arbeitsform und die Regel erkennen

während der Durchführungsphase

  • bei der Bearbeitung ihrer Aufgabe in besonderem Maße die Regel versuchen einzuhalten, da sie nur mit Hilfe ihres Partners den Parcours schaffen können
  • körperlichen Kontakt zulassen bzw. vorsichtiges körperliches Führen
  • zuhören bzw. konkrete verbale Äußerungen
  • führen lassen bzw. selber führen
  • Augen verbinden lassen, um wirklich nichts zu sehen, da sie so die Hilfe des Partners nötig haben
  • nur auf Partner konzentrieren

während der Reflexion

  • über die Einhaltung der Regel bei sich selbst und bei ihrem Partner reflektieren

1.3.2 Zieldifferenzierung
Eine Zieldifferenzierung erfolgt, falls  jemand den Parcours mit geschlossenen Augen nicht schaffen kann. Diese Person kann dann mit ohne Augenbinde mit teilweise geschlossenen Augen durch den Parcours geführt werden. Hilfestellung kann auch durch die LAA erfolgen, falls eine Gruppe nicht zusammenarbeiten kann. Die Stationen des Parcours können frei gewählt werden, so dass keine Angst aufkommen sollte, die die Arbeitsform hemmen könnte.

1.4 Thema der Reihe:

„Wir arbeiten gemeinsam in Partnerarbeit“

1.5 Zielschwerpunkt im Förderbereich:

Soziabilität
- Förderung der Kooperation
- Kooperatives Handeln
- Förderung der Fähigkeit zur Partnerarbeit
- Regel zur Partnerarbeit einhalten

  • Hilfe geben und annehmen

             
Die Schüler sollen lernen, in Partnerarbeit zu arbeiten, indem sie die erarbeitete Regel einhalten und bei der Partnerarbeit in besonderem Maße beachten.

1.6 Aufbau der Reihe

 

Thema

Ziel im Förderbereich

Fachliches Ziel

1. UE

Kulisse

Die Schüler sollen bei der Bearbeitung ihrer Aufgabe sich gegenseitig absprechen und helfen.

Zwei Schüler sollen ein Kulissenteil für das Theaterstück „die kleine schlaue Hexe“ bauen.

2. UE

Filzhut

Die Schüler sollen in ihrer Kooperationsfähigkeit gefördert werden und erfahren, dass Aufgaben zu zweit leichter gehen.

Die Schüler sollen das Rundfilzen kennen lernen.

3. UE

Silbendiktat

Die Schüler sollen lernen, Verantwortung für den Partner zu übernehmen.

Die Schüler sollen Wörter anhand der Silbentabelle üben, indem bei Bedarf die richtigen Silben gezeigt werden.

4. UE

Parcours

Die Schüler sollen in ihrer Kooperationsfähigkeit gefördert werden und die eingeführte Regel zur Partnerarbeit (= Hilfe geben, Hilfe annehmen) bei der Lösung ihrer Aufgabe beachten und als sinnvoll erfahren, indem sie Vertrauen zu ihrem Partner fassen bzw. Verantwortung für ihn übernehmen, je nachdem welche Aufgabe sie ausführen.

Die Schüler sollen in ihrer Motorik gefördert werden.

5. UE

Sanduhr

Die Schüler sollen lernen, dass jeder Partner für seinen Teil Verantwortung übernehmen und der Partner dies  akzeptieren muss, damit das Projekt weiterlaufen kann.

Die Schüler sollen eine Sanduhr zusammen bauen.


1.7 Darstellung der Lernausgangslage bezogen auf das Ziel des Zielschwerpunktes

 

A.

D.

D.

F.

J.

M.

M.

R.

S.

V.

zielschwerpunktbezogene Lernvoraussetzungen

Akzeptieren des Partners

++

+

+++ (~)

+++

+ (~)

+++

++

+++

+

+++

Regelverständnis

-

+++

+++

+++

++

+++

+++

+++

+

+++

gemeinsam entscheiden

++

++ (~)

+++ (~)

+++

++

+++

+++

+++

+

+++

Hilfe geben

+

-

+++

+++

++ (~)

+++

+++

+++

++

++

Hilfe annehmen

+++

+

+

++

+++

+++

+++

+++

+

+++

Arbeit gemeinsam durchführen

+

-

+++

+++

-

+++

+++

+++

+

+++

Arbeit gemeinsam beenden

+

+

++

+++

+

++

++

+++

+

+++

Verantwortung übernehmen

+ (~)

+

++ (~)

+++

-

+++

++ (~)

+++

++

++

genaues Zuhören

-

-

-

++

+

++ (~)

+++

+++

-

++

Vertauen zum Partner haben

+

+

++

++

-

++

++

+++

+

++

fachliche Lernvoraussetzungen

motorische Fähigkeiten

Raumwahrnehmung

+++

++

++

++

+

+

+

++

+

++

Körperwahrnehmung

++

++

++

++

++

+

+

++

++

++

Handlungsplanung

++

++

+

+

+

+

+

++

+

++

Gleichgewicht

+++

+

+++

++

++

++

+

++

++

++

motorische Fertigkeiten++

Balancieren

+++

+

+++

++

++

++

+

++

++

++

Klettern / Steigen

++

++

+++

++

++

++

++

+

++

+

Schaukeln / Schwingen

++

+

++

++

+

++

+

+

++

+

Kriechen

++

+

++

++

+

++

++

+

++

++

allgemeine Lernvoraussetzungen

Wortverständnis

+

+++

+++

+

+

+++

+++

+++

++

++

Konzentration

+

++

++

+++

+++

+++

+++

+++

++

++

Vorausschauendes Denken

+

++

+++

+

+

++

++

+++

+

++

Sprechfähigkeit

+

+++

+++

+

-

+ (~)

+ (~)

+++

++

+++

Erläuterungen:

+++  = Fähigkeit vorhanden                                              
++    = Fähigkeit teilweise vorhanden                                          
+      = Fähigkeit kaum vorhanden
-       = Fähigkeit nicht vorhanden
~      = abhängig von Tagesform

Die Klasse 3a setzt sich aus 4 Mädchen und 6 Jungen zusammen. Das Lern- und Arbeitsverhalten der Klasse ist insgesamt zufrieden stellend. Alle Schüler arbeiten in der Regel motiviert und interessiert am jeweiligen Thema. An die Methoden der Partnerarbeit wurden die Schüler bisher nur sehr langsam herangeführt. An offene Unterrichtsformen sind sie ebenfalls nicht gewöhnt.

D. kann seinen Partner nicht immer akzeptieren.
D. verweigert sehr häufig die Arbeit, wenn er sich anstrengen muss bzw. wenn ihm sein Partner nicht passt.
S. akzeptiert nicht immer seinen Partner.
Deshalb ist es für diese Kinder wichtig, sich den Partner frei zu wählen.
F. hat einen sehr eingeschränkten Wortschatz und dementsprechend kein Sprachverständnis. Sie soll ihren Partner eher körperlich führen.
A. akzeptiert zwar meistens seine Partner, jedoch ruht er sich gerne bei der Arbeit aus und lässt den Partner arbeiten. Bei ihm muss man darauf achten, dass er die führende Rolle auch übernimmt. 

Falls jemand fehlen sollte, gibt es eine Dreiergruppe, in der zwei führen und einer geführt wird. Dabei wird an jeder Station gewechselt zwischen den Führenden.
Falls jemand von vorneweg verweigert, muss dem Schüler deutlich gemacht werden, dass sein Partner auf ihn angewiesen ist. Wenn das noch zu keinem Erfolg führt, gibt es eine weiter Dreiergruppe und der betreffende Schüler muss sich hinsetzen und zusehen.
Falls die Partnerwahl nicht direkt gelingt, teile ich die übrigen Schüler in Gruppen ein.


1.8 Verlaufsplanung

Phase / Zeit

Unterrichtsaktivitäten

Sozial-/Organisationsformen

Didakt.-method. Kommentar

Medien

Einstieg
ca. 2 min

Schüler sehen den Parcours und die Augenbinden.

 

Bank
gelenktes Unterrichtsgespräch

Einstimmung in das Thema
Motivation über Stundenthematik

Kegel
Reifen
Röhre
Schaukel
Bank
Matten
Augenbinden
dicke Matte
großer Kegel

Erarbeitung
ca. 10 min

LAA stellt Frage: Was kann man damit machen?
LAA stellt die Stationen des Parcours vor.
Schüler erkennen Thema, Arbeitsform und Regel.
LAA sagt, dass nicht alle Stationen geschafft werden können.
Bei 1. Gong sollen sie die Rolle tauschen, bei 2. Gong sofort zurück auf die Bank setzen.
freie Partnerwahl

gelenktes Unterrichtsgespräch

Zieltransparenz
Veranschaulichung und Klärung der verschiedenen Stationen
Zur Differenzierung können die Schüler die Stationen auch vereinfacht durchlaufen, indem sie die Augen nicht verbunden haben.
Unterschiedliche viele Stationen können durchlaufen werden.

Plakat mit Partnerregel
Kegel
Reifen
Röhre
Schaukel
Bank
Matten
Augenbinden
dicke Matte
großer Kegel

Durchführung
ca. 23 min

Schüler arbeiten zu zweit an ihrer Aufgabe

  1. Kegel
  2. Reifen
  3. Röhre
  4. Schaukel
  5. Bank
  6. große Matte
  7. großer Kegel

Schüler arbeiten in Partnerarbeit an den Stationen

Umsetzung der Regel durch Schüler
ggf. Hinweise der LAA auf die Umsetzung der Regel

Kegel
Reifen
Röhre
Schaukel
Bank
Matten
Augenbinden
großer Kegel

Reflexion
ca. 10 min

 

Schüler reflektieren über ihre Arbeit und die Regel
Aufräumen

 

Bank
Unterrichtsgespräch

Reflexion über Einhaltung der Regel
Abschluss der Stunde

Plakat mit Partnerregel


 

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